…. einige Worte zu meiner Arbeit von Claudia von Werlhof

Gepostet am Aktualisiert am

Zitat:     … “Die Kernaussage ist:
Alle Bereiche des Lebens in unseren Gesellschaften sind in ihren inter- und transdisziplinären Zusammenhängen zu sehen, wobei sich grundlegend fünf „Verhältnisse” unterscheiden lassen, die wie in einem Kreislauf zusammenwirken:
(1)Das Naturverhältnis (Ökonomie und Technologie),
(2) das politische Verhältnis (politische Organisation und Verfasstheit der Gesellschaft bzw. Zivilisation),
(3) das Geschlechterverhältnis (Regelung des Zusammenleben der Geschlechter und die Reproduktion der Gattung),
(4) das Generationenverhältnis (regelt das Zusammenleben der verschiedenen Generationen und ihre Verbundenheit mit Vergangenheit und Zukunft),
(5) das Transzendenzverhältnis (behandelt den Zusammenhang von Leben und Tod, und gibt Antwort auf das Woher und Wohin des Lebens). Es führt zurück ins Naturverhältnis.

Die Art, wie diese fünf Verhältnisse geregelt sind, bestimmt den Charakter einer Zivilisation/Gesellschaft sowie die Möglichkeiten, darin auch als Einzelne/r zu agieren.
Unsere Haupt-These ist, dass es im Prinzip zwei grundsätzlich verschiedene Arten einer zivilisatorischen Regelung gibt: die matriarchale und die patriarchale.

Die matriarchale Zivilisation ist die ältere und ursprünglichere. Ihre Regeln sind in allen Verhältnissen: Egalität/Herrschaftsfreiheit, Gemeinsinn/Verantwortungsbewusstsein, Freiheitssinn/Gerechtigkeit, Friedlichkeit/Gewaltfreiheit in der Konfliktlösung, Lebensfreude und Achtung allem Leben gegenüber, Lebensfreundlichkeit und das Streben nach einem „guten Leben” für alle sowie eine Orientierung der Kultur (der „Pflege”) an der umgebenden Natur.
Diese Prinzipien entstammen der „mütterlichen Ordnung”, die diese Gesellschaften über unvordenklich lange Zeiten auf der ganzen Welt prägte. Ihre Protagonistinnen waren und sind vor allem Frauen und Mütter. Dies ist in noch lebenden Matriarchaten auf der ganzen Welt auch heute noch einsehbar. Indigene Bewegungen in aller Welt versuchen heute, eben diese Ordnung wieder aufzubauen und erfahren inzwischen sogar von Regierungen, wie im Falle Boliviens und Ecuadors, tatkräftige Unterstützung.

Die patriarchale Zivilisation hingegen ist genau umgekehrt orientiert: Hierarchien/Herrschaft als System, „Teile und Herrsche!” als allgemeine Politik/Zerstörung aller gewachsenen sozialen Bindungen bis „hinunter” zu Mutter und Kind, Ablehnung einer verantwortlichen Haltung und des Respekts gegenüber dem Leben in allen seinen Formen/Plünderung, Aneignung und Zerstörung von menschlichen und Naturkräften, Freiheit in allem für wenige/ Unfreiheit im meisten für die Mehrheit, Gewaltformen bei der Lösung von Konflikten/ bewusste Schaffung von Konflikten und Gewaltformen (Krieg), grundsätzliche Verachtung und Nihilismus gegenüber dem Irdischen und insbesondere Frauen und Müttern (Muttermord)/”gnostische” Orientierung an einem sogenannten „Geistigen”/Religiösen in einem vorgestellten „besseren Jenseits” der Welt bzw. Versuch der Schaffung einer „Gegen-Natur” in Gestalt eines angeblich möglichen und erstrebenswerten „Jenseitigen” im Diesseits.” …

http://emanzipationhumanum.de/deutsch/vonwerlhof.html

In allen patriarchalen Gesellschaften gibt es Prostitution, Verwahrlosung, Verelendung, Empathielosigkeit etc. neben dem technischen “Fortschritt”. In Matriarchien, vor ungefähr 7000 Jahren und in den, noch bestehenden (z. B. Mosuo in China, in Südamerika, in Nord-Mexiko) mütterorientierten Gesellschaften gibt es zwar nicht den technischen Fortschritt, aber, es gibt auch keine Prostitution, keine Verwahrlosung, keine Verelendung etc. weil die Menschen sich umeinander kümmern. Männer werden, als Brüder, Söhne, Väter, Onkel etc. in verwandtschaftlichen Bindungen geliebt und bleiben lebenslang in der matrilinearen Gemeinschaft.
Dass Frauen und Mütter in allen patriarchalen Gesellschaften unterdrückt werden, schadet  am Ende allen Menschen, Frauen wie Männern und es führt – wie wir erfahren haben und ständig erfahren –  in die Entfremdung von allem Natürlichen und Menschen werden mehr und mehr zu ihren eigenen, menschengemachten künstlichen Individuationen, indem alle natürlich-gewachsenen Bindungen geopfert werden.

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