Die Armutsindustrie

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Die Armutsindustrie (Verantwortlich: )

Die Armut im Land steigt weiter rasant an. Anstatt hiergegen jedoch wirksam vorzugehen, werden die bestehenden Verhältnisse entweder geleugnet, schön geredet oder einfach so organisiert, dass die Armen sich für ihre Armut auch ja selbst verantwortlich fühlen und der unsichtbaren Macht, die sie in dieser hält, im Idealfalle für ihre Almosen sogar noch dankbar sind. Derlei Selbstunterwerfung unter ein menschenverachtendes System wird dabei nicht nur mittels der Hartz-IV-Ideologie, sondern auch und vor allem durch die Tafeln im Lande besorgt – während die Wirtschaft das Elend der Armen bereits als neues Geschäftsfeld [PDF] zu erschließen begonnen hat.

Jens Wernicke sprach mit Tafelkritiker Stefan Selke über das „Schamland“ Bundesrepublik.“ …

…“Mit „Hartz IV“ haben wir zudem ein kollektives Stigma erschaffen, dass beispiellos ist und Menschen unter fast grenzenlosen Kollektivverdacht stellt. Das hat mit Jammern nichts zu tun, da geht es um knallharte Diskriminierung“ …

… „Soziologen haben einen umfassenden Begriff von Gewalt, der weit über körperliche Gewaltanwendung hinausgeht. Tafeln sind zum Beispiel Orte symbolischer Gewalt, weil sie wie mit sozialer Signalfarbe angestrichen wirken und damit verdeutlichen, auf welcher Stufe der Gesellschaft man angekommen ist. Sie sind zudem Orte struktureller Gewalt, weil Macht und Ohnmacht sich gegenüberstehen: Hilfe wird ja auch bei den Tafeln nicht bedingungslos gewährt, sondern ist an offensichtliche – Bedürftigkeitsprüfung – oder latente – Dankbarkeitspflicht – Bedingungen gebunden. Auch kommt es zwischen den Nutzern zu einer Art „Konkurrenz um die Reste“, die den letzten Rest Würde dieser Menschen bedroht, einfach weil sie hier in eine Zwangslage gebracht werden, die sich gar nicht gerecht auflösen lässt.“ …  http://www.nachdenkseiten.de/?p=27438

Bericht des Wohlfahrtsverbands: 12,5 Millionen Menschen in Deutschland sind arm http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/armutsbericht-deutschland-zerfaellt-in-arm-und-reich-a-1019315.html

Erst 730 Euro Hartz-IV-Satz decken das soziokulturelle Existenzminimum http://www.nachdenkseiten.de/?p=26257

Christoph Butterwegge über die ideologische Entsorgung des Armutsproblems durch Hans-Werner Sinn, Paul Nolte, Walter Wüllenweber im „Stern“, Helmut Schmidt, Kurt Beck u.a. http://www.nachdenkseiten.de/?p=1946

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Ein Kommentar zu „Die Armutsindustrie

    Martin Bartonitz sagte:
    21. Mai 2016 um 11:21

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