BUMERANG – Ausgabe #1 – Mutterschaft im Patriarchat – ist online!

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„Das Patriarchat“, sagt Hilde Schmölzer, „gründet nicht nur auf Gewalt, sondern auch auf der Lüge“.

Anhand alttestamentarischer Texte zeigt sie, dass Patriarchat
per se bedeutet, Frauen zu denunzieren, abzuwerten und zu töten, dabei zu behaupten, das sei alles rechtlich, religiös oder mythologisch begründet.

Diese Behauptungen würden dann wahr, wenn sie immer wieder wiederholt werden. Sie beschreibt die Rituale von Kriegspolitik und Geheimgesellschaften, die symbolhaft die Mutter verleugnen und den Vater als angeblich wahrhaft Schaffenden an ihre Stelle setzen.

Auch Christa Mulack setzt historisch an und demonstriert, wann und wie der Umbruch vom Mutter-zum Vaterrecht geschah, als die mutterlose Vaterschaft etabliert wurde.

Die detaillierte Darstellung der Orestie nach Ayschylos zeigt auch, warum radikales Eintreten für die Frau und Mutter nicht mehr sein darf. Denn seit der Legitimisierung des Muttermordes ist auch der Zorn der Frauen verboten: so werden aus den Erinnyen die Eumeniden.

Ursula Fassbender liefert einen Erfahrungsbericht, wie es Müttern ergeht, wenn sie nach Trennung vom Kindesvater in die Mühlen einer Justiz geraten, die sich aufgrund jahrzehntelangen Lobbyings der Vaterrechtsbewegung fundamental verändert hat.

Motto heute ist, den Umgang mit dem Vater in jedem Fall sicher zu stellen, selbst wenn dieser gewalttätig ist. Um das „Recht“ des Vaters willen muss die Mutter unter allen Umständen –
mit Hilfe von Drohung, Demütigung und Einschüchterung
– entmachtet werden.“ ,,,

… „Die Philosophin Angela Giuffrida beschäftigt sich mit dem Denken der Geschlechter und führt in ihrem Text den Beweis, dass Geschlecht nicht eine starre, sondern vielmehr eine prozesshafte Kategorie sei, denn das Gehirn forme sich vielmehr im Laufe der
Erfahrungen des Lebens.

Das weibliche Denken ist geprägt durch ein Leben des Sich – nicht – Abspaltens, während Männer eine von sich getrennte Logik aufrechthalten, die sie in ihrem Leben der Abgetrenntheit erfahren.

Das „Senti -pensar“ der Frauen wird bestätigt durch Studien, z.B. wie die Hormonausschüttung während Schwangerschaft
und Geburt das Denken verändern.“…

FIPAZ e. V.

Die Ausgabe #1 des BUMERANG, unserer Zeitschrift für Patriarchatskritik, ist online.
Sie trägt den Titel „Mutterschaft im Patriarchat“.

Aus dem Editorial:
Warum beginnen wir im ersten Heft von Bumerang mit der Mutterschaft? Wir tun das,
weil wir behaupten, dass es das Ziel patriarchaler Bestrebungen seit Anbeginn ist, die
Mutter zuerst symbolisch und dann auch materiell abzuschaffen und durch das
„Artifizielle“ neu zu kreieren und zu ersetzen. Und wir wollen zeigen, dass dies keine
prozesshafte Transformation ist, sondern im Gegenteil eine gewaltsame, und dass am
Anfang der behaupteten patriarchalen Neuerschaffung Mord, Totschlag und
Vergewaltigung stehen.

Hier geht’s zum BUMERANG – Ausgabe #1 – Mutterschaft im Patriarchat

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Ein Kommentar zu „BUMERANG – Ausgabe #1 – Mutterschaft im Patriarchat – ist online!

    Melissa sagte:
    9. Oktober 2017 um 11:37

    ….übrigens super blog und klasse Zeitschrift „Bumerang“…höchste Zeit dafür!!

    Gefällt mir

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