Keine Hartz-IV-Kürzungen für Alleinerziehende

Gepostet am Aktualisiert am

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Sehr geehrte Frau Ministerin Nahles, sehr geehrte Frau Griese, stoppen Sie die geplanten Kürzungen für Alleinerziehende im Hartz-IV-Bezug aufgrund des Kindesumgangs mit dem anderen Elternteil!

Warum ist das wichtig?

Wie Sie sicherlich wissen, werden Alleinerziehende in diesem Land wie in kaum einem anderen europäischen Land strukturell benachteiligt. Das fängt bei ungerechter Besteuerung an und hört bei völlig unzureichenden Gesetzen zum Kindesunterhalt, nach denen z.B. Unterhaltsvorschuss nur bis zum 12. Lebensjahr und auch nur maximal sechs Jahre lang ausgezahlt wird, noch lange nicht auf.
Alle diese Diskriminierungen gehören eigentlich dringend geändert. Stattdessen setzen Sie aber mit Ihrem Gesetzentwurf zu den Hartz-IV-Reformen noch eine dicke Kröte drauf. Alleinerziehenden im Hartz-IV-Bezug – und das sind über 40% aller Alleinerziehenden, die allermeisten davon Frauen – soll nun künftig für jeden einzelnen Tag, den ihr Kind Umgang mit dem anderen Elternteil hat, Geld ihrer Hartz-IV-Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts gestrichen werden.
Dieser Ansatz ist so unsinnig wie verheerend falsch. Alleinerziehende im Hartz-IV-Bezug müssen ohnehin schon jeden Tag um ihre Existenz kämpfen. Die Sätze sind nicht großzügig bemessen, sondern äußerst knapp auf Kante genäht. Das alles ist so schon mehr als schwer genug. Ich habe fast zwei Jahre lang mit Hartz-IV aufstocken müssen, da ich aufgrund meines Alleinerziehendenstatus‘ lange keine meinen Qualifikationen angemessene Arbeitsstelle bekommen habe.
Ich habe äußerst sparsam gelebt und trotzdem raubten mir die Geldsorgen oft den Schlaf, und ich weiß aus Berichten vieler anderer Alleinerziehender, dass ich damit nicht die Einzige war. Die Vorstellung, selbst nur in der rückblickenden Theorie, nun auch noch wegen jedem Tag, den ich mein Kind zu seinem Vater gehen lasse, Leistungen gekürzt zu bekommen, schnürt mir den Hals zu.
Eltern, die dem anderen Elternteil Umgang mit dem Kind gewähren, tun dies zugunsten des Kindeswohls. Sie sparen dadurch faktisch kein Geld. Weder müssten sie durch den Kindesumgang weniger Miete bezahlen, noch weniger Versicherungen, Mietnebenkosten, oder anderes. Genau das wird aber durch den Gesetzentwurf suggeriert.
Ob die aus Staatssicht eher geringen Einsparungen auch nur im Ansatz den immensen Verwaltungsaufwand, diese Umgangstage zu dokumentieren und nachzuprüfen, rechtfertigen, kann stark bezweifelt werden. Ignoriert wird von den Machern des Gesetzesentwurfs außerdem die Tatsache, dass der Umfang des Umgangs zwischen Trennungskindern und dem woanders lebenden Elternteil, meist dem Vater, ohnehin häufig Gegenstand zermürbender Konflikte ist.
Diese Konflikte werden meist auf dem Rücken der Kinder ausgetragen und durch den vorliegenden Gesetzesentwurf sicherlich stark verschärft. Daher muss der Gesetzentwurf in jeder Hinsicht als Gefährdung des Kindeswohls von Trennungskindern bezeichnet werden.
Frau Nahles, es gibt bei Alleinerziehenden keine Kapazitäten zur Kürzung. Starten Sie Reformen FÜR Alleinerziehende – nicht gegen sie! Der vorliegende Gesetzentwurf wird, so sicher wie das Amen in der Kirche, viele Alleinerziehende in die Verzweiflung treiben. Er wird den Streit um den Kindesumgang in vielen Trennungsfamilien völlig unnötig anheizen. Er ist demütigend und falsch. Er schadet in erster Linie Kindern, und in zweiter Linie Eltern, die ohnehin am Rande jeder Belastungsgrenze leben.
Nehmen Sie ihn zurück und setzen Sie sich endlich für diese nicht unerheblich große Bevölkerungsgruppe der Alleinerziehenden ein! Auch unsere Kinder sind es wert! Viele Grüße, Anna Petri-Satter


Hartz IV
Regierung will Alleinerziehenden das Geld kürzen

http://www.n24.de/n24/Mediathek/videos/d/8599940/regierung-will-alleinerziehenden-das-geld-kuerzen.html?fb_action_ids=1136386469736739&fb_action_types=og.recommends

Noch ärmer: Wie die Hartz-IV-Reform Alleinerziehende schlechter stellt

Monitor | 02.06.2016 | 05:37 Min. | Verfügbar bis 02.06.2017 | Das Erste

„Rechtsvereinfachung“. Unter diese harmlose Überschrift stellt die Bundesregierung die aktuelle Hartz-4-Reform. Weniger Bürokratie, klarere Regeln, keine Kürzungen. So verkauft auch SPD-Arbeitsministerin Nahles die Änderungen. Der aktuelle Gesetzentwurf aber stellt viele Hartz-4-Empfänger schlechter. Besonders betroffen sind Alleinerziehende und ältere Arbeitslose. Wie passt das zum Versprechen der SPD, sich stärker für soziale Gerechtigkeit einzusetzen?

http://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-noch-aermer-wie-die-hartz-iv-reform-alleinerziehende-schlechter-stellt-100.html

Die geteilte Gesellschaft

31.05.2016 | 43:40 Min. | Verfügbar bis 31.05.2017

Wohlstand nur für wenige: Während die Unternehmensgewinne sprudeln, fürchten viele Deutsche den sozialen Abstieg. Woher kommt die Ungleichheit in Deutschland?

http://mediathek.daserste.de/Beckmann/Die-geteilte-Gesellschaft/Das-Erste/Video?documentId=35664668&topRessort&bcastId=26607604

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21 Kommentare zu „Keine Hartz-IV-Kürzungen für Alleinerziehende

    Georg Reischel sagte:
    4. Juni 2016 um 15:28

    Der Vater überlässt es einer seiner Zellen, seine Fortpflanzung durch zu führen und er überlässt es einer Frau, alle Belastungen seiner Fortpflanzung auf sich zu nehmen.

    Der Vater ist nur zum Unterhalt verpflichtet, welcher sich nach seinem Einkommen richtet. Die Ehe ist für die nicht bezahlte Mutter die einzige finanzielle Option, innerhalb der sie den Unterhalt abarbeitet, welcher auch das Niveau von Kost und Logi haben kann.

    Der Vater fungiert in der Ehe als Zuhälter und Sklavenhalter.

    Danebst: Die Institution der Vaterschaft gründet sich allein auf den kuriosen soziokulturellen Status der unbezahlten Mutterschaft.

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      giselaweber1 geantwortet:
      5. Juni 2016 um 7:48

      Lieber Georg,
      ich bin erstaunt diese Worte aus dem Munde eines Mannes zu hören, danke dafür. Es geht noch über die Punkte, die Du erwähnt hast, hinaus. Es geht um die, in der Bibel manifstierte, Genealogie (Erbfolge) und um den Überlegenheits-Anspruch der Väter, die der naturgegebenen weiblichen Genealogie mit Zwang und Gewalt aufoktroyiert wurden/werden/werden sollen. All unsere gegenwärtigen Dilemmata basieren auf der Diskriminieren von Müttern und Mutterschaft.

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        Georg Reischel sagte:
        5. Juni 2016 um 9:49

        Sehe ich auch so. Ich habe mich aufgrund dessen kritisch an die Theorie der geschlechtlichen Fortpflanzung herangemacht, von wegen Same, befruchten und zeugen. Und siehe da, es stimmt nichts daran.

        Die Gene werden nicht von beiden Geschlechtern fortgepflanzt und somit gibt es auch keine geschlechtliche Fortpflanzung. Die Gene werden auch nicht vererbt und sie sind keine Erbinformationen. Die Befruchtung der Eizelle und das Zeugen eines Kindes findet nicht statt.

        Das ist mein Beitrag zu euren Bemühungen.

        Siehe:
        reproduktion-fortpflanzung-vererbung.blogspot.de

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        giselaweber1 geantwortet:
        6. Juni 2016 um 8:02

        Korrektur: Es sollte Diskriminierung heißen!

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    Georg Reischel sagte:
    6. Juni 2016 um 8:11

    Ach, habe ich gar nicht registriert!!!

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      giselaweber1 geantwortet:
      6. Juni 2016 um 8:28

      Frage: Sind sie Biologe?

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      giselaweber1 geantwortet:
      6. Juni 2016 um 8:35

      Leider kenne ich die biologischen Fachausdrücke nicht, habe aber verstanden worum es im Prinzip geht. Deine Erkenntnisse wären doch sicher von großem Interesse für Biologen, Genetiker etc… Wie sieht es denn mit dem Feedback oder dem Echo auf Deine Arbeit aus?

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      giselaweber1 geantwortet:
      6. Juni 2016 um 9:33

      Was den Biologen betrifft, so sind mir die selbstbestimmten Forschungen auf eigene Kosten viel lieber, als die professionellen Forschungen, die meist unter der Maxime wirtschaftlicher Effizienz stehen. Außerdem müssen diese Forschungen unter anderem auch systembestätigend (patriarchal) durchgeführt werden und von freier oder objektiver Wissenschaft kann keine Rede mehr sein. Ich finde es bewundernswert, dass sie, sozusagen, investigative Forschung betreiben!

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        giselaweber1 geantwortet:
        7. Juni 2016 um 21:58

        Korrektur: Es sollte “ Ich finde es bewundernswert, dass Du, sozusagen, investigative Forschung betreibst!“ heißen.

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    Georg Reischel sagte:
    6. Juni 2016 um 9:07

    Erste Frage: Nö!!! Ich bin 56 und das Abi war meine letzte Prüfung. Ich hatte natürlich Zeit, mir alles über Sachbücher anzulesen und seit ein paar Jahren nutze ich gezielt das Web.

    Zweite Frage: Hoffentlich kennst du den Verweis „Stockholm – Syndrom“ von Gabriele Uhlmann (Wahrscheinkontrolle). Ich sitze schon seit 10 Minuten am Smartphone und mir fällt keine kurze Antwort ein. Was dieses Thema angeht, bin ich der einzige weltweit, allem Anschein nach.
    Später mehr…

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      giselaweber1 geantwortet:
      6. Juni 2016 um 9:22

      Das mit dem Stockholm-Syndrom ist mir zurzeit nicht so wichtig, weil ich es für eine fremdbestimmte Überlebensstrategie halte, aber nicht für eine selbst- und mitbestimmte Lebenseinstellung.

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    Georg Reischel sagte:
    6. Juni 2016 um 10:35

    Die Idee, dass die Gene fortgepflanzt und vererbt werden, ist eine einseitige und illegitime Ableitung aus dem Verhalten des Spermiums.

    Es geht dabei im Eigentlichen um den Vater (Same, befruchten, zeugen).

    Und instinktiv (ohne jegliches Bewußtsein) hält sich jeder daran, als ob es sich um ein komplett verdrängstes und weiterhin zu verdrängendes kindliches Trauma handeln würde.

    Ein Humangenetiker (Thomas Haaf) schrieb mir mal, dass die Existenz des neuen Individuums erst im Blastozystenstadium, also fünf Tage nach der Befruchtung der Eizelle, seinen Anfang nimmt, ohne auch nur im Entferntesten den Eindruck zu erwecken, die Theorie der geschlechlichen Fortpflanzung revidieren zu müssen. Bezug ( http://m.aerzteblatt.de/print/38271.htm ), wo es um die epigenetische Reprogrammierung der fortgepflanzten Genome in der Zygote geht, die erst im Blastozystenstadium abgeschlossen wird.

    Es ist halt schlichtes Glück, dass ich auf dieses Thema gekommen bin. Wie gesagt, es gibt sonst niemanden.

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      giselaweber1 geantwortet:
      7. Juni 2016 um 7:47

      Soweit mir bekannt ist, stimmt das mit dem Wettlauf der Spermien um die Eizelle auch nicht ganz. Sie sollen auch durch Kontraktionen der Eileter zur Eizelle befördert werden. Es kam einmal ein guter wissenschaftlicher Beitrag dazu auf ARD. Gestern habe ich diesen Beitrag über 2 Stunden gesucht, aber nicht gefunden. Es sieht fast so aus, als ob dieser Beitrag unterschlagen werden soll?

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    Georg Reischel sagte:
    6. Juni 2016 um 12:50

    Die geschtliche Fortpflanzung ist die nachträgliche Theorie der Legitimität der Vaterschaft und orientiert sich nur an der Idee der zeugenden Erbinformation, welches sie ausnehmend spermienlastig einführt. Die Verlautbarungen der geschlechtlichen Fortpflanzung rekapitulieren die patriarchale Sichtweise. Diese Sichtweise kann man exakt auf das Virus hin anwenden. Das Virus trägt Erbgut und benötigt zu seiner Fortpflanzung eine Wirtszelle. Doch an dieser Stelle unterlässt man es jedoch davon zu reden, dass das Virus die neuen Viren, die die Wirtszelle produziert, zeugt. Die Theorie der geschlechtlichen Fortpflanzung arbeitet mit Lügen und Verschweigungen. Und wird als wissenschaftliche Erkenntnis propagiert und zwar unisono.

    Das grundgesetzlich geschützte Konzept der Ehe und Familie, lässt in aller Öffentlichkeit den Ehemann als Zuhälter und Sklavenhalter zu.

    Eigentlich sagt das mehr etwas über uns selbst aus, als über irgendwelche Machos oder wie die alle heißen. Das kann man nur als Autist aushalten.

    Gefällt 1 Person

      giselaweber1 geantwortet:
      7. Juni 2016 um 7:41

      Interessant, wie Du es begründest und ich konnte mir ein Lachen nicht verkneifen. So sehe ich das auch und vielleicht wäre Deine Arbeit ein guter Beitrag für die Online-Zeitschrift „Bumerang“ von Prof. Cl. von Werlhof. Die Adresse findest Du auf meiner Web-Site https://archemama.wordpress.com/

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      giselaweber1 geantwortet:
      7. Juni 2016 um 10:21

      Ja, in den männlichen Manifesten (Bibel, Talmud, Koran) wird auch mit der Erfindung „Gottes“ ein Allein-Anspruch am Schöpfungsprozess erhoben. Die Beweiserbringung dafür, findet auf allen Gestaltungsebenen und in allen patriarchalen Gestaltungsbereichen statt. Ganz besonders im patriarchal-wissenschaftlichen Bereich, der, sozusagen, zur „heiligen Kuh“ aller patri. Aktivitäten erhoben wurde.

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    Georg Reischel sagte:
    7. Juni 2016 um 18:18

    Mein Steckenpferd ist die konsequente Widerlegung der geschlechtlichen Fortpflanzung. Und da dieses Thema so dankbar ist, belasse ich es auch dabei.

    Die geschlechtliche Fortpflanzung war nie eine wissenschaftliche Theorie bezüglich der biologischen Reproduktion des Menschen und wurde auch nie in Frage gestellt. Sie wurde wissenschaftlich von Beginn an als eine unumstößliche Wahrheit gewertet und es gab nicht einmal die Idee, sie zu überprüfen.

    Angesichts meiner Entdeckungen der Lügen und Verschweigungen im Bezug zur geschlechtlichen Fortpflanzung, welche zudem völlig unerkannt sind, stelle ich mir keine Fragen mehr bzgl. des Patriarchalen.

    Die Wissenschaft lügt einfach und sie weiß dabei nicht im Geringsten, was sie da tut. Etwas, was man bestimmten Formen des Autistischen nachsagt. Oder wie Stephanie Gogolin sagen würde der „Patriarchose“.

    Und was sagt dies über das kindliche und weitere Aufwachsen beider Geschlechter aus, wenn sie später als dekorierte Wissenschaftler auf diesem Auge einfach nur blind sind, wohlgemerkt ein weltweites Attribut.

    Ich bin aufgrund der völlig einseitigen organischen Investition und den Belastungen der Frau (Schwangerschaft, Geburt, Säugung  und Brutpflege), welche in allen Zeiten gratis erledigt wurde und wird, auf die ethisch legitime Idee verfallen, dass dies nicht sein kann oder darf, dass stattdessen das Spermium befruchtet und der Mann zeugt. Und das nur davon geredet wird. Das ist doch unmoralisch und unverschämt.

    Dennoch bin ich allem Anschein nach der einzige, dem diese naheliegende Fragestellung überhaupt in den Sinn gekommen ist.

    Der unschätzbare Vorteil dieser Thematik ist natürlich, dass er wissenschaftlich beweisbar und nachprübar ist, aufgrund des konsequenten materiellen Bezuges.

    Ich habe an die Email Adresse office(at)fipaz.at ein Angebot geschickt. Stimmt doch im Bezug auf Bumerang?

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      giselaweber1 geantwortet:
      7. Juni 2016 um 21:48

      „Das Patriarchat“, sagt Hilde Schmölzer, „gründet nicht nur auf Gewalt, sondern auch auf der Lüge“. Genau das versuchst Du ja zu beweisen mit Deiner Kritik an der wissenschaftstheoretischen „männlichen Zeugung“ als Alleinanspruch einer angeblich, ausschießlichen männlichen Schöpfungsleistung.
      Ja, ich denke, dass die Anschrift richtig ist. Hast Du Dich in Deinem Anliegen auf Bumerang bezogen?

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    giselaweber1 geantwortet:
    7. Juni 2016 um 22:19

    Mein Anliegen ist, die unterschiedliche Herangehensweise an die Erklärung der Welt herauszuarbeiten und die patriarchale Weise, als widernatürlich zu entlarven,. egal auf welchem Gebiet. Wenn schon nicht das patriarchal verursachte Geschlechterdilemma erkannt wird, so möchte ich auf die sozialen und ökologischen Fehlentwicklungen hinweisen. Uns hilft kein mutterloser Gott unsere Welt zu erhalten. Wir müssen konsequent umdenken und lernen in irdischen und fürsorglich-mütterlichen Bezügen zu denken und zu handeln, weil wir sonst unsere Erde zu einem unbelebbaren Planeten machen. Ob wir dann in ein postmortales Paradies einkehren werden, ist irdisch nicht beweisbar. Die sogenannte Logik des Patriarchats basiert allein auf Glauben und nicht auf Erfahrbarkeit und das sehe ich als existenzielle Gefahr an.

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    Georg Reischel sagte:
    8. Juni 2016 um 8:18

    Bei meinem Thema hoffe ich halt nur inständig, dass er nicht höchst diskussionsfreudig zerredet werden kann, bis nichts mehr davon übrig bleibt. Die Konkurrenz ist ein elementarer Bestandteil der Patriarchose oder halt eine in sich logische Folge derselben.

    (*) Der weibliche Organismus reproduziert den Menschen beiderlei Geschlechts. Der weibliche Organismus ist primär und ihre primären Eigenschaften sind ungeschlechtlich. Der männliche Organismus ist eine Abwandlung vom Weiblichen und ihm fehlt Fähigkeit zur Reproduktion.

    (*) Das Geschlechtschromosom X trägt lebenswichtige Gene des Menschen und wird bei der Zeugung eines Sohnes von der Eizelle geliefert. Das X – Chromosom trägt zudem einige Gene für die Spermienproduktion und für die Ausprägung von männlichen Geschlechtsmerkmalen.

    Der Stammhalter des Vaters lebt also durch den genetischen Anteil der Mutter, bei der sich der Vater bei der Zeugung seines Sohnes unverfroren bedient (in sarkastischer Erweiterung: Wirtsgenom, Wirtszelle, Wirtsorganismus)

    (*) Aktivitäten der Eizelle beim Eintritt des Spermiums in die Eizelle
    ● Befruchtungshügel
    ● Plasmogamie
    ● Phagozytose

    Aktivitäten der Eizelle zur Absicherung der Befruchtung (Polyspermieblock):
    ● Depolarisation der Eizellmembran
    ● Kortikale Degranulation (kortikale Reaktion)

    Aktivitäten der Eizelle zur genetischen Funktionstüchtigkeit des vom Spermium gelieferten Genoms:
    ● Dekondensation des Genoms
    ● Austausch der Protamine durch Histone
    ● Epigenetische Reprogrammierung

    Aktivitäten der Eizelle zur Vorbereitung der Embryogenese:
    ● Maternale Effekte als alleinige Direktiven bis zum 4 – 8 Zellstaduim
    ● Die maternal embryonale Transition, die ab dem 4 – 8 Zellstadium sukzessive die weitere Kontolle an das genetische Erbe der Eltern übergibt

    Diese Aktivitäten der Eizelle sind vorbereitende Tätigkeiten für die noch anstehende Zeugung und keine nachfolgenden Aktionen einer Zeugung. Es findet seitens des Spermiums weder eine Befruchtung noch eine Zeugung statt.

    PS: Ich habe Fipaz so angeschrieben.

    Gefällt 1 Person

    giselaweber1 geantwortet:
    8. Juni 2016 um 10:29

    Das finde ich sehr gut. (Anstelle von „Patriarchose“ würde ich patriarchales Paradigma setzen, aber du machst es so, wie Du es für richtig erachtest). Z. B. Claudia von Werlhof ist u. a. eine Pionierin in der Patriarchats-Kritik und der Matriarchatsforschung und nennt die Dinge konsequent beim Namen.
    Patriarchat ist Vater-Herrschaft und jede Relativierung würde die wirklichen, negativen und beabsichtigten Einwirkungen, Zerstörungen und Auswirkungen auf die/der Lebenswirklichkeit verschweigen.

    Deine Arbeit, an sich ist, Anlass genug dafür, dass eine grundsätzliche Kritik an der patriarchalen Deutung von vorgeburtlicher Zeugung und schwangerschaftlicher Entwicklung menschlichen Lebens von elementarer Bedeutung ist, weil Du ja tatsächliche Beweise lieferst.

    Ich wünsche Dir viel Glück, dass Deine Erkenntnisse bei der Zeitung aufgenommen werden.

    Liebe Grüße!

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