Der Verlust der gesellschaftlichen Mitte oder die Paradoxie patriarchalen Wirtschaftens.

Gepostet am Aktualisiert am

Leider ist die Wachstums- und Machbarkeitsideologie immer noch Hauptbestandteil patriarchal-philosophischer Erklärungsversuche. Die natürliche Bedingtheit und Endlichkeit von Naturressourcen werden nicht wesentlich berücksichtigt. Arbeit als emanzipatorischer Faktor, der auf der Naturbeherrschung und Transformation von Natur in tote Waren basiert, ist widersinnig, weil sie in die Zerstörung unserer natürlichen und existenziellen Grundlagen führt. Nicht der Mensch ist die Voraussetzung für Natur, sondern die Natur ist Voraussetzung für den Menschen.

Der Arbeitsbegriff müsste wieder seinem ursprünglichen Sinn zugeführt und dem Sein untergeordnet werden. Arbeit, in ihrem ursprünglichen Sinn, ist die Interaktion zwischen den Generationen (Cl. v. Werlhof) zwecks Arterhaltung und keine Selbstbereicherung oder individuelle Selbstprofilierung zwecks Individuation und Emanzipation über natürliche und existenzielle Grundvoraussetzungen.

Die patriarchal-ökonomische Maxime, Schöpfung aus Zerstörung (Das Konzept der schöpferischen Zerstörung ist ein Grundmotiv von Schumpeters Werk Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie), verdreht die Kausalitäten und zerstört axiomatische Lebens- und Naturzusammenhänge.

Das irdische Prinzip der Kreisläufigkeit sollte Orientierung menschlicher Aktivitäten sein und nicht die lineare Ausrichtung auf theoretische Absolutismen. Deshalb halte ich es für notwendig, sich auf die Inhalte und Erkenntnisse  der Matriarchatsforschung zu fokussieren, wenn wir das menschengemachte patriarchale Dilemma von Theorie und Lebenswirklichkeit überwinden wollen.

Arbeit dient dem Sein und der Seinserhaltung und nicht umgekehrt.

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