Anmerkung zum Geschlechter-Identitäts-Dilemma

Gepostet am Aktualisiert am

Es ist nicht verwunderlich, angesichts der Tatsache, dass die soziokulturelle und patriarchale Entfremdung  und Fremdbestimmung der  weiblichen und mütterlichen  Identität zum Dilemma der  Geschlechter-Identität führt.  Denn die patriarchal-verursachte Ambivalenz von Mutterschaft und die Entwertung der weiblichen und mütterlichen Schöpfungsleistungen zugunsten eines patriarchal-determinierten Leistungsprinzips, verursachen  u. a. das Geschlechter-Dilemma.  Ein Dilemma, das sich aus der patriarchalen Determination der Körperlichkeit und dem patriarchal-dominierten sozio-psychologischen Kollektivbewusstsein ergibt und nicht aus der angeborenen Körperlichkeit.

Der Widerspruch zur angeborenen Körperlichkeit impliziert auch eine Verdrehung der Kausalität – von Ursache und Wirkung. Es entsteht  der vermeintliche Eindruck, dass die angeborene und naturgegebene Körperlichkeit und die Natur selbst der Verbesserung bedürfen  und  der sozio-kulturellen und patriarchal-wissenschaftlichen Perfektionierung unterworfen werden müssten.

Nicht die angeborene Körperlichkeit verursacht das Dilemma der Geschlechter-Identität und Persönlichkeitsentwicklung, sondern die patriarchal-bestimmte sozio-kulturelle  Definition der Identität. 

Das Priorisieren der männlichen Identität und die Fokussierung auf das männlich geprägte Aktivitätsprinzip gehen einher mit der Emanzipation über die Natur und über den natürlichen Menschen. Der emanzipatorische Faktor, der an das Leistungsprinzip und an den religiösen Imperativ gebunden ist, setzt einen Teufelskreis von theoretisch-utopischem  Absolutheitsstreben,  basierend auf  der Zerstörung von real-existenziellen  Grundlagen, in Gang.

 

Übersetzung (engl):

 

It is not surprising, given the fact that the socio-cultural and patriarchal alienation of the female and maternal identity leads to the dilemma of gender identity. For the patriarchal-induced ambivalence of motherhood and the depreciation of female and maternal creations in favor of a patriarchal-determinate principle of activity causes the gender dilemma.  

 A man focused interpretation of the world, life and nature is imposed to the feminine being and generates a contradiction to the innate and natural premises.
The contradiction to the natural innate corporeality also implies a distortion of causality – of cause and effect. There is the supposed impression that the innate and natural nature and the nature itself need improvement and must be subjected to socio-cultural and patriarchal scientific perfection.

Not the innate physicality causes the dilemma of gender identity and personality development, but the patriarchal-determined socio-cultural definition of identity.

The prioritization of the male identity and the focus on the male activity principle are accompanied by the emancipation over nature and the natural being. The emancipator factor, which is bound up with the principle of achievement and the religious imperative, sets in motion a devil’s circle of theoretical and utopian striving for absoluteness, based on the destruction of real existential natural preconditions.

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