Es ist schon verwunderlich welche Blüten die neue Fragestellung im heutigen Feminismus treibt.

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Da der Feminismus Mutterschaft nicht als weibliches Wesensmerkmal anerkennt und Emanzipation nur auf patriarchaler Leistungs- und Gestaltungsbasis verheißt, kommt es zu solchen Blüten, die sich kurz- bis langfristig von der naturgegebenen Unterschiedlichkeit der Geschlechter entfremden  bis hin zur Auflösung der naturbedingten Grenzen (siehe unten angebene Beiträge zu “ Neue Fragen im heutigen Feminismus“ und „Xenofeminismus“).

Meiner Meinung nach, redet der Feminismus um den heißen Brei herum und gelangt nicht zum Kern des Geschlechter-Dilemmas. Denn im Kern geht es um das Schleifen, Wegrationalsieren und die patriarchats-bedingte Abschaffung von leiblicher Mutterschaft samt inhärenter Gebärfähigkeit und  um die künstliche Er-schaffung von Leben. Ob Generativität künstlich erhalten werden kann, bezweifele ich vehement.

Im Feminismus geht es um das gleiche patriarchale Leistungsprinzip wie im patriarchalen Paradigma, das gepaart mit dem Emanzipationsfaktor den „Sinn“ von Arbeit darstellen soll.

Diese Vorstellung scheitert an der Realität, weil hier die Endlichkeit der Natur-Ressourcen nicht mit einkalkuliert wird.
Denn Emanzipation als ursprüngliche patriarchale Definition bedeutet Befreiung von natur- und gesellschaftsbedingten Abhängigkeiten (also auch von der Mutter), die nur über den patriarchalen Leistungsbegriff zu erreichen ist.

Da, aber nicht so viele Naturressourcen vorhanden sind um allen Menschen eine Karriere mit Emanzipationsaussichten zu gewährleisten – denn Karrieren, Individuationen und Emanzipationen erfordern Naturressourcen – muss die patriarchale Definition von Arbeit grundsätzlich überprüft werden und ihrem ursprünglich-matriarchalen Sinn zugeführt werden, wenn wir unsere existenziellen Grundlagen nicht völlig zerstören wollen.

„Der ursprüngliche Sinn von Arbeit ist die Interaktion zwischen den Generationen“ (Cl.v. Werlhof). In der matriarchalen Determination von Arbeit ist der soziale, intergenerationale, ökologische, generative, spirituelle, „care“, naturbewahrende und erhaltende Aspekt enthalten.

Im matriarchalen Sinn hat das Sein oberste Prorität und hier dient menschliche Aktivität und Arbeit der natürlichen Seins-Erhaltung und Menschwerdung.

Wohingegen, die patriarchale Definition von Arbeit einen Anspruch auf Selbstprofilierung, Selbstbereicherung und Überlegenheit beinhaltet, die in der  Beherrschung der Natur und letzlich in der Zerstörung der Natur endet.                       Der dogmatische, in der Religion verankerte, Arbeits-Imperativ hat oberste Priorität, weil die Beherrschung von Natur und allem Natürlichen, sowie die Emanzipation über die Natur  angestrebt wird. 

Im patriarchalen Sinn  ist Arbeit die oberste Maxime und ein emanzipatorischer Faktor und hat Vorrang vor dem natürlichen Sein.

Angesichts der Knappheit von Ressourcen, der Vergiftung und Zerstörung unserer natürlichen Existenzgrundlagen stehen wir vor der Frage nach der Menschwerdung – die mit der Mutter beginnt und nicht vor der Frage nach der Emanzipation. Menschwerdung beginnt mit der Mutter (frei nach Cl. v. Werlhof) und nicht erst mit der patriarchalen Emanzipation bzw. mit der femistischen Emanzipation.

Obwohl der Feminismus die patriarchalparadigmatische Ungleichbehandlung der Geschlechter beklagt und anmahnt, findet eine Adaption an das patriarchale Paradigma statt über das emanzipatorische Leistungsprinzip und das patriarchale Individuationsprinzip.

Das patriarchale Aktivitäts- und Leistungsprinzip endet stets in Sackgassen, wenn Ressourcenknappheit und der daraus erfolgende Mangel an Arbeit zur Realität werden. So gerät der leistungsadaptierte Feminismus immer wieder an seine Grenzen.

Solange feministische Bestrebungen sich an patriarchal-paradigmatischen Werten orientieren und dabei die eigene naturgegebene matriarchale Erbfolge (Genealogie) ignoriert und verleugnet wird, muss der Feminismus sich immer wieder neu erfinden und neu in Frage stellen. Denn die lebendige und kontinuierliche Weitertradierung matriarchaler Werte und Kulturleistungen kann nicht stattfinden, weil die weibliche Genealogie qua leiblicher Mutterschaft von vielen Feministinnen und vom Patriarchat ignoriert und negiert wird.

Weil die weibliche Erbfolge (Genealogie) geleugnet wird, beschäftigt sich der Feminismus nur mit den äußeren Geschlechtsmerkmalen und den sexuellen Interaktionen, aber nicht mit den inneren Geschlechtsmerkmalen und der dazu gehörigen leiblichen Mutterschafts-Erfahrung, die einen sinnvollen und genuinen Erkenntnisgewinn beinhaltet – nämlich einer Reifeentwicklung (Metamorphose)  vom individuellen Sein hin zum sozialen Sein.

Zur weiblichen Menschwerdung gehört auch die leibliche Mutterschaftserfahrung dazu, ohne die es weder Menschwerdung noch Emanzipation gäbe.

Der Abbau patriarchaler Überlegenheits-Ansprüche und der Rückbezug menschlicher Aktivität  auf matriarchale Werte – die sich um die Seins- und Naturerhaltung drehen –  könnten die patriarchal-bedingten und fortwährenden Dilemmata auflösen.

„Xenofeminismus: Freie Hormone für alle!“ http://www.cafebabel.de/lifestyle/artikel/xenofeminismus-freie-hormone-fur-alle.html

„Xenofeminismus, Eine Politik für Entfremdung“ http://laboriacuboniks.net/de/index.html#parity/1 #

Neue Fragen im heutigen Feminismus Von Dorothee Markert

http://www.bzw-weiterdenken.de/2017/04/neue-fragen-im-heutigen-feminismus/

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Ein Kommentar zu „Es ist schon verwunderlich welche Blüten die neue Fragestellung im heutigen Feminismus treibt.

    Stephanie Gogolin sagte:
    4. Juni 2017 um 11:53

    Danke liebe Gisela, dass du das so dezidiert auf den Punkt gebracht hast…

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